Darmflora: Mögliche Störfaktoren

  • Stress und innere Anspannung
  • Einseitige Ernährung
  • Infektionen, erhöhtes Risiko in den Wintermonaten
  • Chronische Erkrankungen
  • Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz
  • Medikamenten-Einnahme (z.B. Antibiotika, Kortison, Strahlen- oder Chemotherapie)

Die richtige Ernährung für Ihr Wohlbefinden

Unsere Ernährung hat einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Ist der Ernährungsplan ausgewogen – mit viel Gemüse, Obst, Milchprodukten, Getreide bzw. Ballaststoffen, wenig tierischen Fetten sowie Süßes in Maßen und reichlicher Flüssigkeitsaufnahme –, sinkt nicht nur das Risiko für Übergewicht, sondern Sie fühlen sich auch leistungsfähiger und können vielen Erkrankungen vorbeugen.

Speziell der Darm, unser wichtigstes Verdauungs- und Abwehrorgan, ist auf eine gesunde „Zufuhr“ angewiesen. In der Darmflora leben probiotische Mikroorganismen und andere Keime im Gleichgewicht miteinander. Ist dieses ausgeklügelte System aufgrund einer einseitigen Ernährung, zu viel Stress, einer Antibiotika-Einnahme oder wegen chronischer Beschwerden gestört, wirkt sich das Ungleichgewicht letztendlich auf den ganzen Körper aus. Ein erhöhtes Risiko für Infektionen und Allergien kann die Folge sein. Als vorbeugende Maßnahme können Probiotika, Prebiotika oder Synbiotika die tägliche Nahrungsaufnahme sinnvoll ergänzen. 

Was sind Synbiotika?

Als Synbiotikum wird ein Kombinationspräparat aus Probiotika und Prebiotika bezeichnet, wobei sich die Wirkweise dieser beiden Zusätze wie zwei zusammengehörige Puzzleteile ergänzt. Probiotika (griech. pro bios = für das Leben) beinhalten Hefen oder lebende Milchsäure-produzierende Bakterien wie Laktobazillen und Bifidobakterien, welche auch natürlicherweise in unserem Körper vorkommen. Der Zusatz von Prebiotika fördert die Vermehrung dieser nützlichen probiotischen Mikroorganismen. Denn Prebiotika sind Ballaststoffe, z.B. unverdauliche Kohlenhydrate (Inulin oder Oligosaccharide), die den probiotischen Bakterien als Nahrung dienen.

Die regelmäßige Einnahme von Synbiotika kann zu einer gesunden Keimbesiedelung des Darms beitragen1. Es gibt erste Studien, die günstige Effekte von Probiotika, Prebiotika und Synbiotika in der Allergievorsorge2, bei Neurodermitis2, bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.B. Laktoseintoleranz), Durchfallerkrankungen5, Reizdarm3 und nach Antibiotika-Einnahme3 andeuten.

Synbiotika – Qualität ist gefragt

Laut der Deutschen Gesellschaft für Mukosale Immunologie und Mikrobiom (DGMIM) müssen gesundheitsfördernde probiotische und damit auch synbiotische Produkte bestimmte Qualitätskriterien erfüllen:

  • Mikroorganismus muss genau angegeben sein
  • Die Probiotika-Stämme müssen lebend und unbedenklich sein
  • Mindestens 108 probiotische, lebende Mikroorganismen pro Tagesdosis
  • Bakterienstämme müssen am Wirkort, dem Darm, lebend ankommen
  • Gesundheitsfördernder Effekt der einzelnen Mikroorganismen sollte in klinischen Studien nachgewiesen sein
  • Prebiotika: Selektive Förderung des Wachstums von Bifidobakterien und anderer bestimmter Mikroorganismen im Darm

Quellen:
1.    Website der Dt. Gesellschaft für Mukosale Immunologie und Mikrobiom (DGMIM),
www.probiotika-info.de & www.dgmim.de/fileadmin/CONTEN/DGMIM_Flyer_Probiotika_FINAL.pdf
2.    Elazab, N., et al., Probiotic Administration in Early Life, Atopy, and Asthma: A Meta-analysis of Clinical Trials, PEDIATRICS Volume 132, 3, 665-677, 2013
3.    Hungin, A. P. S., et al.: Systematic review: probiotics in the management of lower gastrointestinal symptoms in clinical practice – an evidencebased-international guide, Aliment. Pharmacol Ther, 2013
4.    Gourbeyre, P., et al., Probiotics, prebiotics, and synbiotics: impact on the gut immune system and allergic reactions, 2011 Journal of Leukocyte Biology, 89, 5, 685-695, 2011
5.    Probiotics for treating acute infectious diarrhoea (Review). The Cochrane Collaboration., 2010, Published by JohnWiley & Sons, Ltd.