Lebensmittelallergie: Seriöse Diagnose ist wichtig

Tag der Lebensmittelallergie am 21. Juni 2016

Damit Menschen mit einer Lebensmittelallergie die Nahrungsaufnahme wieder unbeschwert genießen können, ist eine seriöse Diagnose durch einen erfahrenen Allergologen notwendig. Von vorschnellen Diätplänen sollte zur Vermeidung von Mangelernährung und Diätstress abgesehen werden.

Rund 7% der Bevölkerung leiden an einer so genannten Lebensmittelallergie. Diese ist eindeutig von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit (wie z.B. Laktoseintoleranz) zu unterscheiden, da sie immer eine immunologisch vermittelte Reaktion darstellt. Hier reagiert der Körper auf für ihn eigentlich harmlose Stoffe mit einer übersteigerten Immunantwort, bei der verstärkt Antikörper des Typs IgE gebildet werden. Auslöser ist dabei nicht das gesamte Lebensmittel, sondern nur bestimmte Proteinbausteine, wie z.B. das Kuhmilch- oder Hühnereiweiß

Allergieursachen können je nach Lebensphase variieren

Je nach Alter des Patienten stehen unterschiedliche Allergieauslöser im Vordergrund. Während Säuglinge und Kinder vermehrt auf Kuhmilch, Soja, Hühnerei, Weizen, Erdnüsse und Haselnüsse reagieren, wird bei Jugendlichen und Erwachsenen eine Allergie zunehmend durch rohe Gemüse- und Obstsorten, Nüsse, Fische, Krebs- und Weichtiere hervorgerufen. Geht die Reaktion auf rohe Gemüse- und Obstsorten mit einer Pollenallergie einher, spricht man von einer Kreuzallergie.

Zu den Symptomen der Lebensmittelallergie gehören Schnupfen, erschwerte Atmung und Asthma, Hautausschläge (Urtikaria/atopisches Ekzem) sowie chronische Entzündungen im Magen-Darm-Trakt mit Blähungen, Krämpfen und Durchfällen. Häufig ist das so genannte orale Allergiesyndrom, bei dem sich die Symptome meist auf den Mundbereich beschränken. Bei besonders schweren Allergien gegen Nahrungsmittel (z.B. Erdnüsse) besteht die Gefahr eines allergischen Schocks. Dieser kann zu Atemnot und Blutdruckabfall führen. Der Betroffene muss umgehend ärztlich versorgt werden. Zur Sicherheit sollten sensible Nahrungsmittelallergiker immer ein Allergie-Notfallset dabei haben.

Richtige Diagnose der Allergie ist entscheidend

Um der Allergie auf die Spur zu kommen, sollte der Patient am besten ein Nahrungsmittel-Tagebuch führen. Weitere Hinweise geben beim Arzt durchgeführte Hauttests und ein Bluttest zum Nachweis von bestimmten IgE-Antikörpern. Wenn ein Nahrungsmittel eindeutig als Allergie-Ursache ermittelt wurde, ist die Vermeidung (Allergenkarenz) die beste Strategie. Medikamente wie Antihistaminika und Kortikoide können Symptome lindern. Bei zunehmender Ausbreitung der Reaktion über den ganzen Körper (Haut, Atemwege, Herz-Kreislaufsystem) werden diese Medikamente vom Arzt per Spritze verabreicht.

Sollten Sie bei sich eine Allergie vermuten, finden Sie hier einen Online-Allergietest. Den passenden Allergologen finden Sie hier.

Quellen: www.daab.de, www.bencard.de