Hausstaubmilbenallergie

Hausstaubmilbenallergie - Symptome und Verlauf

Eine Hausstaubmilbenallergie ist eine allergische Reaktion gegen bestimmte Ausscheidungsprodukte der Hausstaubmilbe. Diese werden mit der Luft umher gewirbelt und rufen an den Schleimhäuten der oberen und unteren Atemwege Reaktionen hervor. Jeder Patient reagiert etwas unterschiedlich. Ein Teil der Allergiker hat “nur” Symptome an der Nase und den Augen, d.h. die Augen sind leicht gerötet und tränen manchmal, die Nase juckt, ist verstopft und der Mensch muss häufig niesen. Ein anderer Teil der Patienten hat zusätzlich oder als alleiniges Symptom Husten und erschwertes Atmen, also typische Asthma-Symptome.

Es gibt auch Fälle, in denen vor allem Kinder mit einer Neurodermitis bzw. einem atopischen Ekzem auf Hausstaubmilben reagieren, meist kommen hier aber noch andere Auslöser hinzu. Die Symptome treten in der Regel das ganze Jahr über auf - zumindest in dem Maße, wie wir uns in Wohn- bzw. Innenräumen aufhalten. Häufig nehmen die Symptome aber im Winter zu, weil die Milben-Allergene dann zusätzlich durch die Heizungsluft aufgewirbelt werden. Eine Milben-Allergie gehört zu den ganzjährigen Allergien, wobei die Symptome häufig in den frühen Morgenstunden verstärkt auftreten (wenn das Bett die wichtigste Milben-Quelle ist). Auch eine Milben-Allergie kann sich ähnlich wie eine Pollenallergie verschlechtern, weshalb möglichst frühzeitig behandelt werden sollte.

Hausstaubmilbenallergie - Auslöser

Eine Hausstaubmilben-Allergie richtet sich gegen bestimmte Stoffe im Kot der Milben. Milben sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbare kleine Spinnentiere und kommen in Deutschland in praktisch jedem Haushalt vor, es sei denn, man befindet sich in Höhenlagen über 1.500 Meter. Sie mögen es feucht und relativ warm, weshalb sie vor allem in Betten zu finden sind, aber auch auf “Staubfängern” wie Teppichböden, Polstermöbeln, lange nicht gereinigten Anzügen und auch Kuscheltieren. Sie ernähren sich dort vor allem von menschlichen Hautschuppen. Milben-Allergiker haben das ganze Jahr über Symptome - und vor allem im Winter, wenn sich die meisten Menschen fast den ganzen Tag in geschlossenen Räumen aufhalten. Ein Allergie-Test beim Allergologen bringt Klarheit.

Hausstaubmilbenallergie - Vorbeugung und Behandlung

Die Allergenbelastung kann durch häufiges Waschen gefährdeter Textilien, häufigen Wohnungsputz und eine “milbenfeindliche” Einrichtung (z.B. keine Teppiche) vermindert werden (Allergenkarenz). Auch spezielle atmungsaktive Bettbezüge können die Beschwerden lindern (http://www.bencase.de). Ansonsten helfen wie beim Heuschnupfen akut Antihistaminika, oder, je nach Symptomen, Kortikoid-Sprays und anti-asthmatische Medikamente. Als langfristige Behandlung steht die Hyposensibilisierung zur Verfügung. Hierbei wird der Allergiker in kleineren Schritten wieder unempfindlich gegen die Milben gemacht, so dass man dem häufig unausweichlichen Kontakt mit Hausstaubmilben (z.B. im Hotel oder zu Besuch bei Freunden) wieder entspannt entgegen sehen kann.