Allergisch auf Wespen- oder Bienengift?

Insektgiftallergie? Wird ein Insektengiftallergiker von einer Biene oder Wespe gestochen, reagiert er neben einer ausgeprägten Rötung und Schwellung an der Einstichstelle innerhalb kürzester Zeit mit Allgemeinreaktionen des gesamten Körpers, z.B. mit Quaddel-Bildung (Nesselsucht), Gesichtsschwellung oder Atemnot. Ausgelöst werden diese Reaktionen durch die im Insektengift enthaltenen Eiweißstoffe.

Insektengiftallergie - Wann muss der Notarzt kommen?

Klagt der Patient über Juckreiz an den Handflächen und Fußsohlen oder im Mund, kann dies auf einen bevorstehenden allergischen Schock hinweisen. Dann muss unbedingt der Notarzt verständigt werden, da innerhalb von Minuten Blutdruckabfall, schwere Atemnot und Bewusstlosigkeit folgen können. Da die Gefahr eines allergischen Schocks bei Patienten mit einer Insektengiftallergie besonders hoch ist, sollten die Betroffenen mit Notfall-Medikamenten (z.B. Antihistaminika und Kortikoide) ausgestattet werden. Der Notarzt sollte im Übrigen immer gerufen werden, wenn eine Biene oder Wespe in den Mund oder Rachen gestochen hat. Hier besteht auch beim gesunden Menschen die Gefahr von schwerer Luftnot oder sogar Erstickung!

Insektengiftallergie- Betroffene profitieren sehr von einer Hyposensibilisierung

Bei einer Insektengiftallergie ist die Hyposensibilisierung besonders gut wirksam, weshalb diese Behandlung hier Therapie der ersten Wahl ist. Jeder, der nach einem Bienen- oder Wespenstich Symptome hat, die nicht nur auf die Stichstelle begrenzt sind, sollte baldmöglichst einen allergologisch erfahrenen bzw. ausgebildeten Arzt (Allergologen) aufsuchen und sich hinsichtlich der Behandlungsmöglichkeiten beraten lassen.