Pollenallergie (Heuschnupfen)

Heuschnupfen - Symptome und Verlauf

Heuschnupfen (allergische Rhinitis) bzw. Pollenallergie ist mittlerweile eine weit verbreitete Volkskrankheit geworden, etwa 20% der Bevölkerung der industrialisierten Länder sind betroffen. Als erstes Symptom nach Allergenkontakt entwickelt sich ein Niesreiz, dann folgt der typische Fließschnupfen. Da gleichzeitig die Nasenschleimhaut anschwillt, “verstopft” die Nase zunehmend, zusätzlich verspürt der Patient Juckreiz in der Nase, das Geruchs- und Geschmacksempfinden kann gestört sein, häufig fühlen sich Heuschnupfen-Patienten müde und können sich nicht richtig konzentrieren - die Lebensqualität kann wesentlich beeinträchtigt sein.

Am Anfang sind die Symptome noch relativ harmlos, verschlechtern sich jedoch im Laufe der Jahre. Studien haben gezeigt, dass bis zu 50% der Heuschnupfen-Patienten im Verlauf von durchschnittlich acht Jahren zusätzlich ein allergisches Asthma entwickeln, man spricht vom “Etagenwechsel”. Auch können sich die Nasennebenhöhlen chronisch entzünden, es entsteht eine so genannte chronische Sinusitis allergischer Ursache.

Heuschnupfen - mögliche Auslöser

Auslöser einer Pollenallergie sind in der Luft umherfliegende Pollen, genauer gesagt bestimmte Eiweißstoffe in diesen Pollen. Die Symptome des Heuschnupfens treten immer dann auf, wenn die Pflanze, gegen deren Pollen der Patient allergisch ist, gerade blüht. Man spricht dann auch von einer saisonalen Rhinitis. Zunehmend werden Patienten aber auch gegen mehrere Pollen allergisch, so dass sie manchmal das ganze Frühjahr und den Sommer über Symptome haben.

Besonders häufig sind Allergien gegen windbestäubende Bäume wie die Frühblüher Hasel, Erle und Birke sowie die im Sommer blühenden Kräuter wie Beifuß und Wegerich oder Gräser wie Wiesenlieschgras sowie Roggenpollen. Ein Allergie-Test beim Allergologen bringt Klarheit.

Heuschnupfen - Vorbeugung und Behandlung

Vorbeugend kann versucht werden, den Pollen aus dem Weg zu gehen (Allergenkarenz), was in der Realität jedoch meist äußerst schwierig ist. Therapeutisch bringt eine lediglich gegen die Symptome des Heuschnupfens gerichtete Behandlung z.B. mit Antihistaminika zwar akut eine Besserung, kann aber die Komplikationen eines Heuschnupfens, d.h. die Entstehung des allergischen Asthmas (Etagenwechsel) nicht verhindern.

Eine rechtzeitige kausale Therapie in Form einer Hyposensibilisierung wirkt auf verschiedenen Ebenen. Da der Körper an die Allergene gewöhnt wird, vermindern sich die Symptome und gleichzeitig wird dem Asthma vorgebeugt.