• Erinnerungsservice für Ihre ultrakurze Therapie mit 4 Injektionen pro Therapiejahr

Subkutane Immuntherapie (SCIT)

Bei der subkutanen (= unter die Haut) Immuntherapie werden Allergie-Patienten standardisierte Allergene in ansteigender Dosierung in 7- bis 14-tägigen Abständen in die Haut des Oberarms injiziert - bis zum Erreichen einer bestimmten Höchstdosis, die von Präparat zu Präparat variieren kann. Diese Behandlung sollte gemäß offiziellen Empfehlungen 3 Jahre hintereinander durchgeführt werden.

Kurz- oder Langzeit-Therapie?

Bei klassischen ganzjährigen Formen der Hyposensibilisierung mit injizierbaren Präparaten muss sich der Patient monatlich eine Spritze beim Arzt geben lassen. Man spricht auch von Langzeit-Therapien.

Bei moderneren Formen der Immuntherapie reichen dagegen wenige Injektionen, um eine Besserung der Beschwerden bei ca. 90% der Patienten zu erreichen. Bei diesen so genannten Kurzzeit-Therapien werden nur 6-7 Injektionen pro Therapiejahr benötigt. Im Falle der ultrakurzen Therapie, die präsaisonal, also vor der Pollensaison verabreicht wird, reichen sogar nur 4 Injektionen pro Therapiejahr.

Ermöglicht werden hierdurch zeitlich optimierte Therapieschemata, u.a. durch den Einsatz von Allergoiden (veränderte, in ihrer Struktur optimierte Allergene) und durch den Einsatz von Wirkverstärkern, sog. Adjuvanzien. Ein bekannter Wirkverstärker, der auch in Impfungen eingesetzt wird, ist das Monophosphoryl-Lipid A (MPL).

Wann ist eine subkutane Hyposensibilisierung durchzuführen?

Bei Pollenallergien (Heuschnupfen) sollte die Therapie zweckmäßigerweise vor dem Beginn der Pollenflugsaison durchgeführt werden, bei Baumpollenallergien in der Regel in der Zeit von August bis November, bei Kräuter- und Graspollenallergien in der Zeit von Dezember bis April.

Nebenwirkungen einer Hyposensibilisierung

Gelegentlich löst eine subkutane Hyposensibilisierung Nebenwirkungen in Form leichter Symptome entsprechend der jeweiligen Allergie aus oder es kommt zu Reaktionen im Anwendungsbereich (z.B. Juckreiz oder Verhärtung an der Einstichstelle, Rötungen, Schwellungen), welche sich nach kurzer Zeit wieder zurückbilden. Der Arzt wird daraufhin ggf. Ihre persönliche Dosis verringern.

Behandlungsablauf subkutane Immuntherapie

Wie genau eine subkutane Immuntherapie abläuft, erfahren Sie hier. mehr