Bindehautentzündung, allergischer Schnupfen, Bronchitis und Atemnot

Allergien können sich praktisch überall am Körper äußern. Besonders häufig sind die Schleimhäute der Augen sowie der oberen Atemwege (vor allem Nase) und der unteren Atemwege (Bronchien und die kleineren Bronchiolen, die die Luft zu den Lungenbläschen transportieren) betroffen.

Auslöser sind Inhalationsallergene

Die dazugehörigen Symptome sind eine Bindehautentzündung der Augen (Konjunktivitis) mit tränenden und juckenden Augen, Schnupfen (allergische Rhinitis) sowie allergischer Husten und allergisch bedingte Atemnot (allergisches Asthma). Als Allergenquellen kommen solche Stoffe in Frage, die mit der Luft transportiert und deshalb auch eingeatmet werden können, der Fachmann spricht von Inhalationsallergenen oder Aero-Allergenen. Dazu gehören z.B. Pollen von Bäumen und Gräsern oder Kräutern, der Kot von Hausstaubmilben, Schimmelpilzsporen, Tierhaare oder -speichel. Je nach Kontaktzeit mit dem Allergen kommt es entweder zu saisonalen Symptomen, die immer nur dann auftreten, wenn z.B. die Pflanze blüht. Oder der Patient hat ganzjährig Symptome, z.B. bei Katzenallergenen in der Wohnung oder Milben im Bett.

Entzündungsanzeichen des Körpers

Die Symptome an Augen, Nase und Atemwegen sind alle als eine Entzündungsreaktion des Körpers zu verstehen – das Immunsystem versucht, die Eindringlinge zu bekämpfen: Es sammelt sich vermehrt Blut in dem Bereich, was man bei der Bindehautentzündung an den “roten Augen” gut erkennen kann. Aus den Gefäßen wird mehr Flüssigkeit in das Gewebe abgegeben, daher treten Schwellungen auf. Die Schleimhäute sondern außerdem Sekrete ab, an der Nase ist das z.B. der Schnupfen. In der Lunge bilden bestimmte Schleimzellen vermehrt glasigen zähen Schleim, der das Atmen erschwert und einen Hustenreiz auslöst. Zusätzlich können sich bei Allergenkontakt auch die Bronchien verengen, was dann zu einem allergisch bedingten Asthmaanfall führen kann.

Wichtig: Bindehautentzündung, Fließschnupfen und Husten sind Symptome. Das heißt: Sie können durch Allergene hervorgerufen werden, es können aber auch andere Auslöser vorliegen, z.B. Bakterien oder Viren, auf die das Immunsystem ähnlich reagiert. Deshalb sollten die Symptome immer von einem Arzt abgeklärt werden. Haben Sie den Verdacht, an allergischen Symptomen zu leiden, gehen Sie am besten gleich zu einem allergologisch ausgebildeten Arzt.